Abgesehen von der Verschmutzung speisen diese Ressourcen das Verteilungsnetz durch Schwerkraft und ermöglichen es, die Energiekosten für den Wassertransport zu begrenzen - es braucht keine Pumpen. Damit stellen sie auch im Krisenfall die Versorgung sicher.
Die Stadt Lausanne möchte die Durchführbarkeit der Eliminierung von Chlorothalonil und seiner Metaboliten aus ihren Anlagen untersuchen, indem sie Tests an Pilotanlagen durchführt, und zwar durch :
Zur Erinnerung: Chlorothalonil ist ein Wirkstoff, der seit den 1970er Jahren in der Landwirtschaft als Fungizid eingesetzt wurde, insbesondere beim Anbau von Kartoffeln, Getreide, Gemüse, Wein und Zierpflanzen. Dieses Fungizid ist seit dem 1. Januar 2020 in der Schweiz verboten. Es gehörte aber zu den zehn am weitesten verbreiteten Pestiziden. Im Jahr 2017 wurden in der Schweiz fast 45 Tonnen dieses Produkts verwendet. Seit Ende Juni 2019 erachtet das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) Chlorothalonil als potentiell krebserregend. Der Grenzwert für Chlorothalonil im Trinkwasser ist daher auf 0,1 Mikrogramm pro Liter begrenzt.
Die Stadtverwaltung von Lausanne bittet nun den Stadtrat um die Gewährung eines Rahmeninvestitionskredits in Höhe von 700’000 Franken zur Finanzierung dieser Tests, damit innerhalb von 18 Monaten Ergebnisse vorliegen, und um anschliessend die Lösungen zu prüfen, die umgesetzt werden müssen, um diese fehlenden Mittel hoffentlich wiederzuerlangen. Wie bereits früher bekannt gegeben wurde, wird zudem die Stilllegung kontaminierter Einzugsgebiete die Verteilung von qualitativ hochwertigem Trinkwasser sicherstellen.
Alle Ergebnisse der Analysen bezüglich Mikroverunreinigungen sind auf der Website der Stadt Lausanne verfügbar: www.lausanne.ch.
«AQUA & GAS» gibt es auch als E-Paper. Abonnenten, SVGW- und/oder VSA-Mitglieder haben Zugang zu allen Ausgaben von A&G.
Den «Wasserspiegel» gibt es auch als E-Paper. Im SVGW-Shop sind sämtliche bisher erschienenen Ausgaben frei zugänglich.