Das Benchmarking vergleicht die schweizerischen Energieversorgungsunternehmen (EVU) und ihre Aktivitäten in Bezug auf erneuerbare Energien und Energieeffizienz in den Bereichen Strom, Wärme und/oder Gas. Knapp einhundert EVU haben an der zum vierten Mal durchgeführten Vergleichsstudie teilgenommen.
Ziel des freiwilligen Benchmarkings ist es, Transparenz zu schaffen. Die teilnehmenden Stromlieferanten sollen sich mit ihren Mitbewerbern vergleichen können. Konsumentinnen und Konsumenten sollen über die Leistungen der Stromlieferanten im Bereich erneuerbare Energien und Energieeffizienz informiert werden.
Unter den insgesamt knapp einhundert teilnehmenden EVU befinden sich grosse und kleine sowie lokal, regional und kantonal tätige Unternehmen. 77 EVU stammen aus der Deutschschweiz, elf aus der Romandie und neun aus dem Tessin. Sie decken zusammen rund 60 Prozent des Schweizer Stromabsatzes und knapp siebzig Prozent des Schweizer Gasabsatzes ab.
Das Benchmarking beurteilt die Unternehmen anhand von sieben Handlungsfeldern, nämlich der Unternehmensstrategie, der Vorbildwirkung, der Produktion aus erneuerbaren Energien, dem Gewässerschutz, der Lieferung erneuerbarer Energien, der Energiedienstleistungen sowie schliesslich den Förderprogrammen und den tariflichen Massnahmen.
Am Strom-Benchmarking 2017/18 haben 91 EVU teilgenommen. Fünf Stromlieferanten erfüllen 80 Prozent oder mehr der Zielsetzungen in den sieben Handlungsfeldern. Die Mehrheit der Stromlieferanten erfüllt die Zielsetzungen zu mehr als der Hälfte, der Durchschnitt liegt bei 51 Prozent. Rund ein Dutzend EVU erreichen derzeit weniger als 30 Prozent der Ziele. Über alle EVU betrachtet besteht Verbesserungspotential vor allem beim Anteil ökologisch produzierter Wasserkraft und beim Zubau von Stromproduktion aus erneuerbaren Energiequellen, bei Förderprogrammen und tariflichen Massnahmen sowie beim Absatz von Ökostrom.
Fünfzig, also rund die Hälfte der EVU haben am Benchmarking Wärme/Gas teilgenommen. Im Durchschnitt haben die Wärme-/Gaslieferanten rund die Hälfte der Ziele erreicht. Relativ weit fortgeschritten sind die EVU bei der Unternehmensstrategie in Bezug auf innovative Projekte, beim Zubau von erneuerbarer Wärme im Handlungsfeld Produktion sowie bei den Angeboten im Wärmebereich.
Fortschritte gegenüber früheren Erhebungen (letztmals 2015/16) sind klar sichtbar. Es gibt beispielsweise immer mehr Energieversorgungsunternehmen, die auf strategischer Ebene festlegen, dass sie bis zum Jahr 2035 vollständig oder grösstenteils auf erneuerbare Energie setzen wollen.
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